Susanne Bucher

Wer bin ich:

Eine aufgestellte, kommunikative, tierliebende und sportangefressene Frau

Lieblingsrennen:

Inferno Triathlon und SWISSMAN Xtrem Triathlon

Lieblingsdisziplin:

Der Mix aus Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Hobbies:

Sport allgemein, Wellnessen, Lesen, Käffälä und mini drü Büsi

Motivation Team:

Die Leidenschaft und unzählige Erlebnisse gemeinsam erleben und/oder gemeinsam teilen zu dürfen.

 

Sommer-Velotour in die Dolomiten (I)

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Challenge Roth – Was für eine mythische Langdistanz

 

Es ist 03.15 Uhr, sprich noch tief in der Nacht als der Wecker uns aus dem Tiefschlaf reist. Ab jetzt geht alles ganz schnell. Aufstehen, Sonnencreme eincremen, anziehen, Haare flechten, die Tattoos kleben und ab zum Frühstück. Das Beaster Power Up Müäsli mit einer Banane ist schnell gegessen und bereits um 04.15 Uhr sitzen wir im Auto Richtung Hilpoltstein wo um 07.05 der Startschuss zu meinem vermutlich längsten Tag im 2018 startet.

Wir kamen zügig und sogar ohne Stau nach Hilpoltstein. Die Wechselzone mit den ca. 4'000 Fahrräder wartete geduldig am Main-Donau-Kanal. Es herrschte eine bedächtige Still, welche jedoch nur kurz währt. Schon ertönt aus dem Lautsprecher eine Stimme, welche die bereits anwesenden Athleten und Zuschauer begrüsst und den Start des Musik Programms verkündet. Wir suchten uns ein Platz am Ufer des Main-Donau-Kanals und genossen den Sonnenaufgang und die mythische Stimmung. Aus den Musikboxen erklang Musik aus dem Soundtrack der Filmreihe Gladiator und aus Pearl Harbor. Ich versuchte diesen Moment zu geniessen und die «Gänsehausstimmung» aufzusaugen.

 

Das Gelände füllte sich nun zunehmend mit nervösen Athleten und vielen neugierigen Zuschauer. Kurz nach 6 Uhr ging es für uns Athleten los zum Check-in des Radbeutels. Noch kurz die Getränkeflaschen und die Basler Läckerli am Rad verstauen und schon mussten wir in den Neoprenanzug steigen. Der Startschuss viel für mich und ca. 200 weitere Frauen um 07.05 Uhr mit einem fulminanten Kanonenschuss. Das Schwimmen im Main-Donau-Kanal verlief ziemlich ruhig und kraftvoll. Die vielen Zuschauer am Ufer motivierten. In meiner Nähe musste auch einen weiteren Schweizer oder eine Schweizerin am schwimmen sein. Den am Ufer lief eine Gruppe Zuschauer mit einem Transparent «Hopp Schweiz» mit uns mit. Nach einem ersten Wendepunkt erreichten wir schon bald wieder die grosse Startbrücke, auf welcher sich tausende tobende Zuschauer befanden. Für mich einen nächsten «Gänsehaut» Moment. Von hier war das Schwimmen schon fast geschafft. Noch einmal einen Spurt zum zweiten Wendepunkt und von hier waren es nur noch einige hundert Meter bis zum Schwimmaufstieg.

 

Der Wechsel auf das Fahrrad verlief zügig und schon befand ich mich auf der 180 km langen Radstrecke. Die Radstrecke empfand ich als sehr abwechslungsreich und kurzweilig. In den Dörfern, welche passiert wurden, herrschte jeweils ausgelassene Stimmung und viel Musik. Nach ca. 70 km erreichte ich das erste Mal den Solarer Berg. Ca auf einem km wurden wir von einer riesigen Zuschauermenge frenetisch angefeuert. Am Anfang standen die Zuschauer am Strassenrad, später signalisierten Gitter bis wohin sich die Zuschauer nach vorne neigen konnten. Auf den letzten ca. 400 Meter trennten die Zuschauer und die Athleten keine Abschrankung mehr. In einem schmalen Gang passierten wir im Gänsemarsch die Steigung des Solarerbergs. Ein Feeling wie es sonst nur an der Tour de France zu erleben ist. Hier galt es, sich nicht von den Emotionen übermahnen zu lassen und den Moment mit einem Dauerlächeln richtiggehend aufzusaugen. Oben wurde ich von meiner Freundin und Supporterin Ste mit frischen Bidons mit Beaster Move versorgt. Zur Weiterfahrt streckte sie mir noch einen haben Biber in die Hand und auf die Frage wie es mir geht habe ich wohl geantwortet «Ach Ste es isch eifach geil». Auf der zweiten Radrunde hatte es deutlich mehr Wind und so versuchte ich konstant zu drücken und Gas zu geben. Bei Km 120 stand der Freund von meine Freundin und Teamkollegin Manu, welche dieses Renne ebenfalls zeitgleich bestritt, und versorgte mich mit einem leckeren (oder so… ) Sponser Ultra Pro. Er teilte mir mit, dass auch meine Freundin Manu gut ins Rennen gestartet ist. Für mich ging es auf die letzten Velokilometer. Auf dem Velo war ich vom Wind etwas müde und musste mich konzentrieren nicht zu viel zu drücken, aber trotzdem dran zu bleiben. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir noch nicht vorstellen, anschliessend noch einen Marathon zu laufen. Aber auf den Wechsel freute ich mich dennoch sehr.

 

In Roth angekommen, wurde mir das Rad abgenommen und als ich Richtung Wechselzelt lief, kam mir schon eine Helferin mit meinem Laufbeutel entgegen und nahm mich quasi an der Hand. Sie half mir beim Wechsel in die Laufschuhe und cremte mir die Schulter mit Sonnencreme ein und los ging es auf die Laufstrecke. Bereits bei km 1 freute ich mich, ein bekanntes Gesicht von einer weiteren Freundin zu sehen, welche mich anfeuert und ein paar grossartige Fotos schoss. Vielen Dank Rahel für die Unterstützung und die großartigen Bilder. Ich unterteilte den Marathon in meinem Kopf in verdaubare 5 km Strecken und lief Stück für Stück. Bereits im Vorfeld, als ich die Streckenführung studierte, lege ich mir im Kopf zurecht, dass das lange gerade Stück am Main-Donau-Kanal von 20 km meiner regelmässigen Longjog Strecke an der Aare entsprach. Als ich am Main-Donau-Kanal unterwegs war stellte ich mir in Gedanken vor, wie ich neben meiner besten Freundin Prislä her trottete. Mir ihr bin ich viel an der Aare, sprich einem ähnlichen Gefilde unterwegs. Ich passierte km und km und Verpflegungstand um Verpflegungsstand. Durch die Verpflegungszonen marschierte ich jeweils. Der Rest der Laufstrecke konnte ich joggend absolvieren. Die Zeit ging rasend schnell vorbei. Ich dachte immer wieder an meine Freundin Manu, welche sich nun bestimmt auch auf dem Marathon befand und joggte locker weiter. Als es langsam aber sicher den letzten km entgegen ging, dachte ich an meine coole Lauf-Gruppe, welche ich in unserer Firma jeden Montag leite. Mit ihnen absolviere ich in der Regel eine lockere 7 km Runde. Mein aktuelles Marathontempo entsprach in etwas dem, welches wir jeweils auf unsere 7 km Runde absolvierten. Mit diesen Gedanken und der Vorfreue und dem entgegen fiebern des Zieleinlaufs, vergingen auch diese letzten Kilometer wie im Flug. Und schon lag der Zielkanal mit rotem Teppich vor mir und ich bog ein, in die letzten Meter vor dem Stadion. Die Musik und der Jubel der vielen Zuschauer, welche das Stadion füllten, waren unüberhörbar. Jetzt musst Du diesen Zieleinlauf ganz fest geniessen, sage ich mir im Stillen und schon war ich mitten im, mit Zuschauer gefüllten Stadion. Ich schaute hoch zur Schweizer-Fahne. Den ich hatte meine Freundin Ste im Vorfeld geben, bei der Schweizer-Fahne auf mich zu warten.

 

Nach 11 Stunden und 47 Minuten genoss ich den Zieleinlauf am Weltgrössten Triathlon Langdistanzrennen. Es war ein wunderschönes Erlebnis und ein Hammer Tag welcher ich nicht so schnell vergessen werde. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Ste und Marcel für das suuuper coole Weekend und euren sensationellen Support. Vielen dank an Manu, welche ebenfalls mit mir auf der Wettkampfstrecke unterwegs war. Manu habe ich dieses Erlebnis überhaupt zu verdanken. Denn sie hat mir einen Startplatz organisierte, als ich letztes Jahr über die französischen Alpen nach Nizza pedalte. Und ein besonders grosses Merci geht an unsere weltbesten Sponsoren von unserem super coolen Ladies Tri Team: Attilio Meyer AG, Sponser Food, On-Running Shoes und last but not least Beaster.ch.

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Eine misslungene und doch phantastische Saison...

In der Saison 2017 wollte ich noch einmal mit Vollgas den Inferno Triathlon als Hauptziel «rocken». Zweimal durfte ich dieses charismatische Rennen bereits erfolgreich auf dem Schilthorn (2'970 M.ü.M) finishen. Aber aller guten Dinge sind Drei, sage ich mir im Vorfeld und startete motiviert mit einem zweiwöchigen Trainingslager auf Giverola. Meine Form ist um einiges besser als noch vor 3 Jahren als ich den Inferno Triathlon das letzte Mal finishte, dachte ich mir nach dem sensationellen Trainingslager.

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Mein erster Ultramarathon in Zermatt

Eigentlich hätte ich seit April jede freie Minute an meiner abschliessenden Diplomarbeit für meine Weiterbildung zur Betriebswirtschafterin schreiben sollen. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dieser Satz passt auch zu meinem ersten Ultramarathon in Zermatt.

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SWISSMANN XTREM TRIATHLON 2014

Ich starte diesen Bericht im letzten Teil meiner Swissman Vorbereitung.

 

An diesem Pfingstwochenende absolvierte ich mit meinem Trainerpaar Alex und Ivo Kronenberg die letzte sehr strenge Trainingseinheit. Wir trafen uns am Samstag um 09.30 Uhr in Meiringen und starteten kurzum auf eine drei Pässetour.

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