Kathrin Schmuckli

Wer bin ich:

Ich bin bewegungsfreudig, wetterfest, wettkampfnervös und als 1966 Geborene vermutlich die Team-Nonna.

Lieblingsrennen:

Gemmi-Triathlon, Triathlon vallée de joux, Mörlialp-Duathlon, Napfmarathon, Stierenberglauf, highway to sky… Hauptsache familiär und coupiert!

Lieblingsdisziplin:

Umgekehrte Triathlon-Disziplinen-Reihenfolge. Die 4. Disziplin (WZ) kommt klar an letzter Stelle;-)

Hobbies:

Familie und Freundschaften, Bewegung, Natur

Motivation Team:

Verbundenheit mit anderen sportbegeisterten Frauen

 

„Swiss season opening!“

Mit diesem Slogan wirbt der Kerzerslauf seit 40 Jahren. Für mich trifft er absolut zu. Meine Wettkampf-Saison-Eröffnung beginnt mit den coupierten 15 km in Kerzers.

 

Die lokale Presse betont, dass der Lauf stetig an Beliebtheit gewinnt. Einerseits sei der familiäre Charakter erhalten geblieben. Zum andern sei die stetige Professionalisierung sowohl für die Teilnehmenden als auch für die Zuschauenden gegeben.

 

Die diesjährigen Premieren unterstreichen die erwähnte Entwicklung: Grossformatige Screens, live-Übertragung im Internet und die logistischen Verbesserungen im Start- und Zielraum für die mittlerweile 8‘400 Athletinnen. Die familiäre Haltung nehme ich in der Freundlichkeit, der Offenheit und der guten Ansprechbarkeit aller Beteiligten wahr. Für mich ist ebenso die durchdachte Organisation mit einer sagenhaften Anzahl von 700 Helfenden deutlich spürbar. Ich empfehle den Kerzerslauf gerne! Er ist eine Reise wert. Mit ÖV erst noch gratis. Öko-Gedanke wird gelebt.

 

Am Vorabend des Laufes packe ich meine Sporttasche. Qual der Wahl. Für welchen meiner On-Laufschuhe entscheide ich mich? Unser Sponsor bringt mich in Verlegenheit, weil ich mich in diversen Modellen wie eine kleine Prinzessin fühle. Da die Wetterprognosen auf Nässe und Kälte hindeuten, entscheide ich mich für den vertrauten und beständigen „Cloudflyer“. Er dämpft und stabilisiert genial.

Sobald wir unsere sommerliche Team-Lauf-Bekleidung werden tragen können, kann ich gewiss meinen leichtgewichtigen Wettkampfschuh „Cloudracer“ wieder nutzen. Attilio Meyer unterstützt unser Team mit einem Lauf-Package. Ich freue mich über das grosszügige Sponsoring und bin sehr gespannt auf unser „Run-Päckli“.

 

Vor dem Start gönne ich mir einen Sponser-Gel. Ich mag den Geschmack und geniesse den deutlichen Energie-Schub danach. Die Sponser-Gel-Schleckerei ist für mich in meiner Vorstart-Nervosität zu einem mental stärkenden Ritual geworden.

 

Ich fädle mich im Zeit-Block 1:15 ein. Vor der Käserei. Steht alles auf meiner zugeschickten Startnummer geschrieben. Perfekt organisiert und signalisiert. Meine angegebene 1:15-Wettkampf-Laufgruppe soll mich darin unterstützen, gemächlich und ruhig loszulaufen. Ertappt! Ich tendiere dazu, beim Startschuss grössenwahnsinnig und wie ein Kind im Vorschulalter loszuspurten. Mein inneren Ziele: ich bleibe achtsam und klar auf mich fokussiert.

 

Meine Strategie: Ich will in den ersten 5 km meinen Laufrhythmus finden, diesen in den weiteren 5 km aufrechterhalten und in den letzten 5 km alles geben. Meine äusseren Träume: Einen Platz unter den ersten 20 Frauen meiner AK und eine Lauf-Zeit unter 1:10:00.

 

Die 15 km lange Strecke fordert mich zum dritten Mal. Obwohl mir Läufe mit diversen Anstiegen liegen, ist es für mich in Kerzers stets schwierig, in ein rhythmisches Tempo zu kommen. Das Höhenprofil lässt kaum einen „Takt“ zu. Nicht wirklich erfolgsversprechend kommt zudem das stetig wechselnde Terrain hinzu.

 

Der Honig des Laufes liegt für mich in der Streckenführung. Die Natur zeigt sich von der schönsten Seiten. Wälder und Frühlingsholzschlag, die riechen. Vögel, die zwitschernd alles geben. Verführerische Uferwege entlang des Wohlensees. Das gesamte Päckli der Seelandatmosphäre: friedliche Weite. Fruchtbare, dunkelbraun-dampfende Erde. Es strotzt von Kräften.

 

Samstag, 17.03.2018, 11.17 Uhr. Los geht‘s. Gell Ursi, liebe Team-Freundin, es klingt bei Dir an:

Die ersten 500 m beim Kerzerslauf bleiben in Erinnerung. Zu Beginn sind alle in einem Läufer-Zapfen blockiert. Ein nicht zu vermeidendes „stop-and-go“-Szenario.

 

Weit weg davon, einen eigenen Tritt zu finden. Nun denn. Schliesslich habe ich exakt diese anfängliche „Bremse“ als Strategie herauskitzeln wollen. Wenig später geht es mir deutlich besser. Gar super!

Ich bin verbunden mit der attraktiven Landschaft und mit meiner Freude über das gelingende Pacing.

Die Kilometer ziehen im Nu vorbei. Die Zuschauerdichte ist beachtlich, trotz üblem Wetter. Diverse Posten, welche Zwischenzeiten registrieren und Getränke anbieten. Alle Stände sind bestückt mit motivierenden Musikbands.

 

Das bekannte Rückwärtszählen während einem Lauf-Wettkampf: 3 km, 2 km, 1 km, 500 m… Ich laufe bewusst geniessend dem Zielbogen entgegen. Ich bin glücklich und vom Gefühl getragen, ich hätte ein klitzeklein wenig mehr riskieren und geben können. Diesen emotional-körperlichen Cocktail liebe ich. Völlig ausgepumpt zu sein und gleichzeitig noch Kräfte zu erahnen. Ich gebe mich entsprechend meinem „Après-Lauf-high-Gefühl“ hin. Entspannt.

 

Am Folgetag beschwingen mich die von Datasport gesimselten äusseren Werte zusätzlich.

Start-Nr. 6230, 15 km, F 50-55, 1:10.17, 8. AK-Platz. Mich freut’s immens. Mein Laufempfinden stimmt mit den äusseren Werten überein.

 

Mein nächstes „Sport-Projekt“: Unser Team-Trainings-Tag am 15.4. in Langenthal bei Véro. Ich freue mich auf meine Kolleginnen. Hoffentlich darf ich mit dem vertrauten Salat-Pasta-Dolce-Mittagessen rechnen. Mampfmampfmampf!

 

Alexandra – merci schon heute für Dein Sport-Coaching und Deine TD-Organisation. Deine bescheidene, verlässliche Arbeit schätze ich! Schön, wie Du Dein Wissens- und Erfahrungs-Rucksäcklein öffnest und uns allen zugänglich machst. Danke.

 

Kathrin

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