Engadin Bike Giro & Tannheimer Radmarathon

Die letzten beiden Juli Wochenende habe ich mal ein etwas neues Terrain ausprobiert: Ein Etappenbike-Rennen (Engadin Bike Giro) und ein Radmarathon in Tannheim.

Dank dem Swiss Epic im letzten Jahr habe ein wenig Erfahrung was Etappenbike-Rennen angeht. jedoch war ich dort nicht ganz auf mich alleine gestellt. Dieses Mal hätte bei einem Defekt wohl mein eher spärliches Wissen ausreichen müssen. Zum Glück kam es nicht dazu. ;-)

 

Gestartet wurde wie so oft bei einem Etappenrennen mit dem Prolog am Freitagnachmittag. Einzelstart, 10km, 788 Höhenmeter Richtung Corviglia. Relativ kurz und schmerzvoll. Danach war die Fahrt ins Tal (ohne Zeitmessung) auf dem Flowtrail (Pumptrack ähnlich) ein Vergnügen wie ich es auf dem Bike noch selten erlebt habe: Grossartig :-)


Der Start am Samstagmorgen für die 73km und 2400 Höhenmeter war nass, glücklicherweise aber nicht kalt und kurz nach dem Start hat der Regen aufgehört oder ich habe ihn nicht mehr bemerkt, keine Ahnung. Die Wege durch den Wald, die Aussicht auf den Gletscher, Seen und Wälder, die coolen Trails und die doch sehr anspruchsvollen Anstiege (teilweise Laufpassagen) waren wunderschön, toll und anstrengend. Das Ziel habe ich müde, glücklich und defekt- wie auch sturzlos nach knapp 5 Stunden und 20 Minuten erreicht. Das regenerative, alkoholfreie Bier schmeckte ausgezeichnet.


Für den zweiten Tag war eine sehr ähnliche Strecke vorgesehen. Kurz vor dem Start teilten uns die Veranstalter mit, dass der letzte, heftige Anstieg nicht gefahren wird und wir somit abkürzen. Naja, ich war nicht wütend und machte mich voll motiviert auf die Strecke. Auch dieses Mal war die Aussicht und die Streckenführung ein Erlebnis. Aufgrund einer "DNF" und eines Defektes von zwei anderen Fahrerinnen katapultierte es mich auf den zweiten Rang in der Tages und Gesamtwertung. Ein wenig Glück gehört nun mal dazu.. ich durfte dann zusammen mit Päddi aufs Tagespodest und dann noch aufs Gesamtpodest. Es war ein sehr tolles Wochenende mit vielen Eindrücken und tollen Menschen.Wir kommen wieder!


Tannheimer Tal RAD MARAHTON
Am letzten Wochenende wurde ich von meiner "Schwiegermutter" überredet (war nicht schwierig) an einem Radrennen im Österreich gemeinsam mit Marco (Freund) und seinem Vater teilzunehmen. 230km und ca. 3400 Höhenmeter waren zu bewältigen.


Total drucklos, nur ich und mein Rad inmitten von übermotivierten Männerwaden fand ich mich im Startblock um 5:30Uhr wieder. Mein Ziel war es möglichst vom Windschatten zu profitieren und so lang wie möglich "gratis" zu fahren, mich gut zu ernähren und das Mitstürzen im Feld zu verhindern. Das gelang mir gut. Einem Sturz konnte ich ausweichen und ich musste erst bei km 130 mit den Gels beginnen (zuvor habe ich mich auf Bananen und Riegel verlassen). Auch konnte ich immer einen Platz in einer Gruppe finden.


Die Anstiege liefen gut, die kleinen Hügel taten teilweise etwas weh, die Abfahrten ging ich gemächlich an. Eine grosse Krise hatte ich nie und den kleineren Krisen habe ich keinen Raum gegeben resp. Am letzten Anstieg mit dem Wunder-Booster weggefegt.


Da noch eine zweite Frau in meiner Gruppe mitfuhr wollte ich diese im Schlusssprint unbedingt schlagen. Kurz vor dem Ziel konnte ich dann einen anderen Schweizer überzeugen mir den Sprint anzuziehen. Sein Vorschlag, 300 Meter vor dem Ziel den Sprint anzusetzen konnte ich noch auf 800 Meter erweitern: Ja, Spritzigkeit ist nicht meine Stärke. ;-) Das Vorhaben gelang wie geplant und ich fuhr sogar als Erste der gesamten Gruppe nach 7 Stunden und 31 Minuten ins Ziel!


Ich wurde 5. Gesamt und 3. in meiner Kategorie. Ich war sehr glücklich über mein erstes Radrennen und erhielt dann sogar noch 2 Küsschen von Marcel Wüst (siehe Foto). Da hat sich das sprinten wohl gelohnt ;-)

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Kommentare: 2
  • #1

    Claudia wildhaber (Samstag, 16 Juli 2016 14:42)

    sooooooooooooo guet...Gratuliere vo Härze :-*

  • #2

    Kathrin (Montag, 18 Juli 2016 20:42)

    Gratuliiieeere Lea - so ein lässiger Bericht. Du schreibst so spritzig. Und vom Biken kann ich dasselbe schreiben. Stark!