2014: Ironman zum Zweiten

29.August 2014: Der Flieger startete pünktlich in Richtung USA, Chicago. Der fast 10-stündige Flug war sehr angenehm und ich konnte mich in Sachen Kino-Filme wieder auf den neusten Stand bringen. Nach einem längeren Einreise-Prozedere fuhren wir mit unserem Mietfahrzeug nördlich von Chicago aus der Stadt. Unsere Amerika-Rundreise kann nun beginnen. Bevor wir am 07. September an den Ironman-Start gingen, fuhren wir über Milwaukee, Neenah, Greenbay nach Madison (Wisconsin). Aufgrund den warmen Sommertagen konnten wir noch angenehm trainieren. Einige Tage vorher fuhren wir dann nach Madison, die Hauptstadt des Staates Wisconsin. Zur Ironman-Vorbereitung fuhren wir mit unserem Fahrzeug die 90 km Radrunde ab. So konnten wir uns ein Bild der Radstrecke einprägen. Das Profil war sehr, sehr hügelig. Es ging immer wieder rauf und runter, rauf und runter. Die Strassen waren nicht gerade in einem guten Zustand. Die Strasse war immer wieder mit grösseren Schlaglöchern übersät. Dies, da im Staat Wisconsin sehr heisse Sommer und sehr kalte Winter herrschen. Am Vortag konnten wir dann endlich unser Rad, der Rad- und Laufbeutel in der Wechselzone abgeben. Erstaunt war ich, dass wir am Renntag uns in einem Meeting-Raum (Teppich) des Parkhauses umzogen, sehr noble Sache.

Renntag: 04:00 Uhr nahmen wir im Hotel das Frühstück ein. Dann wurden wir Athleten mit gelben Schulbusen zum Start gebracht. Wir hatten noch genügend Zeit um noch die letzten Sachen am Rad zu versorgen und uns für den Schwimmstart vorzubereiten.

 

07:00 Uhr: Der Startschuss zum Ironman Wisconsin ist verschossen. Über 2500 Athleten hatten nun das gleiche Ziel, möglichst nahe den Bojen den Rundkurs von 3.8 km abzuschwimmen. Mehrere Schläge von anderen Athleten mussten eingesteckt werden. Nach ca. einer Stunde und acht Minuten rannte ich im Neoprenanzug das Parkhaus hinauf, die ersten Höhenmeter hinter mir. Am anderen Ende des Parkhauses gings dann mit dem Rad wieder runter auf die Strecke. Die Strecke führte uns raus aus der Stadt in die sehr ländliche und hügelige Gegend. Nach vierzig Minuten Fahrzeit durfte ich dann meine Reparaturkünste unter Beweis stellen, ich hatte eine Hinterrad-Platte. Ich liess mir Zeit und konnte etwa sieben Minuten später meine Fahrt fortsetzen. Ich fühlte mich gut auf dem Rad, die Steigungen fuhr ich in einem moderaten Tempo, bei den Abfahrten liess ich es sausen. Nach etwas über sechs Stunden Rad gings dann wieder rauf ins Parkhaus um den Laufbeutel zu behändigen. Und jetzt ab in die Stadt, die Zuschauer warteten und liessen uns feiern. Der Laufkurs führte uns an die andere Stadtseite durch einen Park. Sogar eine Runde durch das American-Football Stadion durften wir laufen. Nach Halbmarathon-Zeit verspürte ich plötzlich eine Übelkeit in mir. Ich fing an zu marschieren, dies nicht zu meiner Freude. Ich akzeptierte dieses und finishte überglücklich den Ironman Wisconsin in einer Zeit von 12:57:38.

 

Die Tage danach:

Nun waren noch einige Ferientage angesagt. Einige Impressionen aus unserer USA-Reise seht ihr auf den Fotos. Die Rundreise führte uns nach St. Louis (Missouri), über Nashville (Tennessee), Indianapolis (Indiana) wieder zurück nach Chicago.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Chanti (Mittwoch, 24 September 2014 16:12)

    Super gschribe und ä hammer Leistig!!

  • #2

    Kathrin (Samstag, 27 September 2014 17:22)

    Gratuliere Petra! Als Leserin lässt sich der IM Wisconsin super "geschmeidig" erleben. Merci für Deine Impressionen. Auf die 7' Pannen-Stopp inkl. dem "ich liess mir Zeit..." kannst Du nebst all dem Aushalten und Durchbeissen definitiv stolz sein! Du bist eine echt coole Lady, die Ruhe selbst. Gutes Pausieren und Erholen, herzlich