Half Challenge Walchsee

Rund 2h vor dem Start schlägt sie zu und zwar mit voller Wucht – die Nervosität! Einerseits „doch noch“ und andererseits wünschte ich mir, es ginge jetzt schon los...

 

Nach der obligaten Sponser-Gel-Stärkung vor dem Start ging es auch schon ins Wasser. Der Walchsee war gefühlte 13° - 14° Grad kalt, und mit diesem Eis-Wasser musste ich nun auch noch meinen Neo füllen. Die letzten Minuten vor dem Startschuss vergingen zum Glück sehr schnell. Ich habe mich etwas weiter hinten eingereiht, dies scheint mir immer wieder zum Verhängnis zu werden. Die ersten paar Meter erkämpfte ich mir einen guten Platz im Wasser, danach ging es zielstrebig von Boje zu Boje. Von Beginn an begleitete mich ein gutes Gefühl, ich fühlte mich wohl im Wasser und konnte Armzug um Armzug bis zum Schluss gut durchziehen.

Der Wechsel aufs Rad ging diesmal deutlich schneller als vor einem Jahr. Die Bänke im Wechselzelt verleiten schon zum Absitzen und zu einem „gemütlichen“ Wechseln, dies durfte mir nicht mehr passieren. Die Helfer waren sehr aufmerksam, kaum lagen meine Schwimmsachen am Boden, kam auch schon ein Mädchen und packte alles zusammen wieder ein. Nun schnell zu meinem Rad und ab auf die Strecke. Die Radstrecke führt über zahlreiche kleine Radwege, mal auf und mal ab. Grosse Anstiege gab es eigentlich keine doch die Höhenmeter schlichen sich doch noch zusammen. Nach gut der Hälfte der ersten Runde begann es dann doch noch zu regnen, teilweise so stark, dass es kleine Bäche auf den Strassen gab. Beim Berg-ab-Fahren habe ich mich dann doch zurück gehalten und die Kurven nicht geschnitten. Man glaubt es kaum, aber es waren meine ersten Rad-Kilometer bei Regen diesen Sommer. Aber einmal Nass hindert einem nichts mehr um doch etwas Gas geben zu können. Schliesslich freute ich mich doch wieder einmal auf die bevorstehenden Laufrunden.

 

Beim 2. Wechsel wurde ich sogar von 2 Helfern betreut – was für ein Service! Über die Radsachen einpacken bis zu den Gels in meiner Rückentasche verstauen, war alles abgedeckt. Raus aus der Wechselzone und auf zur ersten Runde (von 4). Habe meinen Rhythmus schnell gefunden, musste mir doch auch rasch eingestehen, dass ich wohl etwas vom Gas gehen sollte. Das Highlight der Laufstrecke waren aber ohne Zweifel die Zuschauer. An verschiedenen Ecken versammelten sie sich und feierten ihre eigenen Feste, liessen laute Musik laufen, hämmerten mit Kellen auf Pfannen oder stellten sich auf und machten für jeden Läufer die La Ola-Welle. Das kann ganz schön motivieren.

 

Überglücklich im Ziel angekommen hat sich das gute Gefühl auch bestätigt: Mit 5h43 bin ich mehr als happy! Die Fortschritte im 2014 motivieren mich enorm für mehr – ich freue mich jetzt schon auf 2015!

 

Herzlichen Dank an X-Bionic, Mizuno und 2xu für die tolle Ausrüstung, an Cycling Emotion für meine Maschine und Sponser Sport Food für die Verpflegung, damit kommt man gar nicht auf die Idee sich eine Ausrede zurecht zu legen, damit wird jedes Training zum Genuss!

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Kommentare: 2
  • #1

    Kathrin (Samstag, 13 September 2014 20:51)

    Liebste Karin - echt, ich getraue mich kaum mehr, mich einmal mehr mit irgendwelchen Gedanken zu melden und zu outen ;-). Scheis... Dein Fortschritt packt mich gleichwohl unbarmherzig. Ich erliege der Verführung einmal mehr. Heya Karin, Du bist genial! All Deine persönlichen Highlights drücken durch und nehmen mich in Beschlag. Super! Bleibe dran und erhalte Deine Motivation. Ach, es wird zwangsläufig so sein - wer all diese positiven Momente und Stimmungen bei einem Wettkampf als erstes zu wahrnehmen imstande ist, wirkt nicht bloss motiviert, sondern sowieso auf Freudentaumel und Erfolgskurs eingestimmt :-)
    Merci für Deine Erfahrungen Karin. Und schon jetzt wünsche ich Dir für Murten und Lausanne viel, viel Glück. Grandios, wie Du Dich forderst und wie Du alles gibst.
    Muntsch für mini liebi Teamkollegin, Kathrin

  • #2

    Cornelia (Montag, 15 September 2014 11:27)

    Sehr cool Katrin - ich gratuliere herzlich - zum Rennen, zum Fortschritt und deiner Freude am Triathlon. Genau so sollte es sein!