Eintages Berglauf-Cup Zürcher Oberland

Als mehrfache Teilnehmer vom 5-Tages Berglauf Cup wollten wir schon länger einmal beim Eintages Berglauf-Cup im Zürcher Oberland dabei sein. So haben wir uns schon bald nach der Anmeldeeröffnung dafür registriert. Am Samstagmorgen war es dann endlich soweit.

Wir waren noch etwas müde und das Wetter war auch nicht ganz so wie wir es uns für einen Sommertag vorgestellt hatten. Just in dem Moment als wir mit dem Rad noch Hinwil losfuhren, begann der Nieselregen. In Hinwil bezogen wir unsere Startnummern und plauderten mit den anderen Teilnehmern, bevor wir uns noch einige Minuten aufwärmten. Um 10:00h erfolgte der Startschuss zur ersten Etappe, welche uns von Hinwil auf die Schaufelberger Egg führte. Im Regen rannte das bald in die Länge gezogene Feld den ersten Berg hoch. Oben begann es dann in Strömen zu giessen. Schnell sind wir in einen der sechszehn Busse gestiegen, welche uns zum Start der zweiten Etappe nach Wernetshausen fuhren.

 

Um 11:20h erfolgte der Startschuss zur zweiten Etappe auf den Bachtel. Diese lief mir immer noch gut, obwohl der Schlussanstieg, wie bei den meisten Etappen, fast überhängend war. Nun hatte es aufgehört zu regnen und die Sonne kam hervor. Die Transportfahrzeuge brachten uns nach Kempten. Um 12:45h war der dritte Start Richtung Rosinli. Die Strecke ging durch das wunderschöne Tobel, jedoch der Offroad Part lag mir nicht so, zudem war es da auch noch nass vom vorhergehenden Regen. Irgendwie habe ich jedes mal auf dieser Strecke das Gefühl nicht so schnell vom Fleck zu kommen wie die anderen. Meine Zeit von der dritten Etappe war jedoch immer noch so schnell, wie wenn ich am 5-Tages Berglauf-Cup nur diese eine Etappe lief. Als nächstes wurden wir nach Bauma transportiert. Von da erfolgte um 14:05h der Start zum Sonnenhof. Auf einer Strecke, die mir eigentlich liegt, weil sie noch ein Flachstück beinhaltet, merkte ich, dass ich nun doch schon einige Körner liegen gelassen hatte und brauchte etwa eine Minute länger als beim Einzelrennen.

 

Für die Abschlussetappe wurden wir nach Steg transportiert. Langsam machte sich bei vielen Teilnehmern die Erschöpfung breit und so war in dieser Pause bei den meisten Beine hochlagern angesagt. Ab 15:45h erfolgte der Jagdstart mit den Männern und Frauen, welche innerhalb von 15 Minuten hinter dem schnellsten Mann respektive hinter der schnellsten Frau klassiert waren. War dann gerade etwas erstaunt, dass mein Name auch für den Jagdstart ausgerufen wurde und musste mich plötzlich beeilen. So konnte ich also noch knapp 2 Minuten vor dem Feld auf die Strecke, im Wissen, dass mich die schnellen Männern bald von hinten überholen würden. Wirklich fit fühlte ich mich nicht mehr, die Beine waren schwer und die Lunge gab auch nicht mehr so viel Sauerstoff her, aber irgendwie kämpfte ich mich die letzten 5.1km und 430hm auf s'Hörnli hoch. Insgesamt bewältigten wir auf diesen fünf Etappen somit rund 22km und 1800hm.

 

Es war ein kleiner und feiner Anlass mit knapp 160 Teilnehmern, welcher mit motivierten Helfern durch und durch perfekt organisiert war. Dass ich dann nach dem anschliessenden Spaghettti Plausch bei der Siegerehrung noch den zweiten Platz in der Kategorie W40-49 feiern konnte, damit hatte ich nun vor dem Start gar nicht gerechnet. Habe mich natürlich sehr darüber gefreut.

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Kommentare: 1
  • #1

    Kathrin (Sonntag, 20 Juli 2014 20:59)

    Ursi ;-) Du bist phänomenal und es ist grandios, dass Du nach so vielen Top-Läufen stets überrascht bist, mit einer guten Klassierung zu brillieren. Ich schätze, es hat damit zu tun, dass Dir die Erlebnisse und die Neuerfahrungen wichtiger sind als der Rang... Weiter so!