Ironman 70.3 Rapperswil

Obwohl ich schon das dritte Jahr stolzes Mitglied der X-Bionic Ladies bin ist dies mein erster Bericht auf dieser Seite. Das Jahr 2012 war für mich sehr turbulent und leider konnte ich sehr wenig trainieren, was mich noch weiter zurückwarf. Letztes Jahr aber hatte ich das Gefühl für meine Verhältnisse viel und auch sehr gut zu trainieren. Ich habe nach einer Leistungsdiagnostik in der Swiss Sport Clinic in Bern für mich selber trainiert. Das Finishen des 2 Tägigen Gigathlons im Couple mit Karin war mein sportliches Highlight. Ende Oktober stand ich in Luzern an der Startlinie des Halbmarathons, der ganze Lauf war für mich eine Qual und als ich im Ziel war habe ich mich fast mehr geschämt als gefreut. Ich hatte nur einen Gedanken, so kann es nicht weitergehen. Entweder höre ich auf der Stelle auf oder ich mache es ab sofort „richtig“! Einen Monat später hab ich mich für das Rennen in Rapperswil angemeldet….

Nun war er da, der Tag X. Nervös war ich schon die ganze Woche wie zuvor noch nie. Doch am Sonntag vor dem Start war ich ruhig. Ich wusste ich habe gut und genug trainiert. Da die Profis nur 5 Minuten vor uns Frauen starteten war der Einstieg ins Wasser sehr hektisch. Leicht kam das Gefühl auf, dass ich von den anderen Rennen kenne: Spinnen die?? Es geht ja nur bis zur Startlinie, da müsst ihr doch nicht sprinten und überschwimmt mich ja nicht! Deshalb reihte ich mich etwas verunsichert ganz Hinten ein. Als es los ging schwamm ich einfach in meinem Tempo los und siehe da… schon bald war ich nicht mehr ganz Hinten, ich fand sehr schnell meinen Rhythmus und war erstaunt wie schnell ich von Boje zu Boje kam. Beim Wendepunkt war es sehr wellig, aber ja ich kann sogar bei Wellen ruhig mein Tempo weiterschwimmen. Auf dem Rückweg hat es mich leider immer sehr stark nach rechts getrieben, so dass ich jede Boje einzeln um schwimmen musste. Trotzdem war dies mein erster Wettkampf wo ich nach dem Schwimmen nicht total ausser Puste war.

Mit gutem Gefühl wechselte ich aufs Rad. Ich freute mich auf meine Lieblingsdisziplin, hatte jedoch etwas sehr Respekt vor den steilen Anstiegen. Die ersten 10 Kilometer fühlte ich mich super und da kam er auch schon, der erste steile Abschnitt. Aber erstaunlicherweise konnte ich ruhig in meinem Tempo hochfahren – das ging ja viel besser als beim Abfahren der Strecke. Mein Motto war nun also ruhig in meinem Tempo Berghoch, Vollgas runter und in der Fläche einfach so schnell wies geht. Es ging super und ich war überrascht wie schnell ich am Wendepunkt war. So jetzt einfach meinen Sponser Bidon schnappen und dann nochmals eine solche Runde. Die zweite Runde rollte fast noch besser als die erste. Am Streckenrad hatte es nun schon sehr viele Zuschauer, was nochmals motivierte.

 

Ich kam mit einer für mich tollen Radzeit in die Wechselzone und freute mich aufs Laufen. Da ich nicht die schnellste Läuferin bin wurde ich regelrecht überrannt. Es waren zwar fast nur Männer, die in einem hohen Tempo von hinten kamen, trotzdem verunsicherte mich dies sehr. Ich schaute fast jede zweite Minute auf die Uhr und konnte mich vergewissern, ich laufe mein Tempo, einfach weiter so…Dies ging so weiter bis zu Kilometer sieben. Ab da spürte ich ein leichtes Ziehen am Knie, was leider immer fester wurde und mich zu Gehpausen zwang. Mental haben mich während dieser Zeit die vielen Glückwünsche und SMS im Vorfeld getragen. Ich wusste so viele liebe Leute denken an mich. Also einfach weitermachen. Unglaublich waren die Zuschauer auf der Laufstrecke so viele bekannte und unbekannte Gesichter die einen so motivierten. Das hab ich noch nie erlebt – wahrscheinlich auch, weil die meisten schon auf dem Heimweg waren bis ich auf die Laufstrecke kam in der Vergangenheit.

Die letzten Meter vor dem Ziel sind immer unglaublich und da ist auch egal wie lange man unterwegs war. Im Ziel angekommen war ich aber nicht ganz sicher ob ich jetzt zufrieden sein soll über meine Schwimm- und Radleistung oder enttäuscht, dass ich beim Laufen nicht zeigen konnte was ich eigentlich kann. Schon ein paar Minuten später war aber klar, ich darf stolz und glücklich sein. Hatte ich doch meine beiden letzten Mitteldistanzen nicht finishen können und der Fortschritt zu Rappi 2010 ist enorm!! Eins war mir schon am Sonntagabend klar – Rapperswil es hat unglaublich Spass gemacht und ich komme wieder!

 

Ich danke:

- Dem X-Bionic Ladies Tri Team: Ladies ihr seid super und ich bin so stolz ein Teil von euch zu sein!

- Unseren Sponsoren X-Bionic, Sponser, 2XU, Zoggs und Mizuno

- Silvano von Cycling Emotion Zürich für die Geduld und dass du das für mich perfekte Rad gefunden hast!

- Meinem Trainer Stefan für die super, abwechslungsreichen Trainingspläne und die tollen Gespräche. Ich freue mich immer aufs Training! Motivationsprobleme kenne ich nicht mehr

- Karin - einfach für alles! Auf viele weitere tolle Erlebnisse, Ziele, Träume…

- Stefan und Michaela für die Betreuung an den Rennen und die gemeinsamen Trainings

- Meinem Gotti für die super Massagen und die meist kurzfristige Behandlung meiner Wehwechen

- Meiner Familie, meinen Bürogspändli und allen Freunden die mich unterstützen und motivieren

 

Am Schluss möchte ich es aber nicht missen meinen beiden Zentralschweizer Teamgspändli Sara und Brigitte gute Besserung und viel Geduld zu wünschen! Ladies ich freue mich schon wieder auf die gemeinsamen Trainings.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Ursi (Dienstag, 10 Juni 2014 14:27)

    Du kannst stolz auf dich sein - Weiter so :o) Liebe Grüsse Ursi

  • #2

    Cony (Dienstag, 10 Juni 2014 14:59)

    Ig chönt di grad knuddle Manu!! Du bisch für üses Team eifach ä Bericherig und ig freue mi jedesmal, dass du bi üs derbi bisch und jedesmal mit ere söttige Fröid a Start steisch. Da chasech no mängi ä Zacke abschniede!! Gratuliere zu dim super Finish und dire Verbesserig zum letschte Jahr - isch eifach super! Weiter so!!

  • #3

    Kathrin (Freitag, 13 Juni 2014 20:16)

    So lässig Manu:-) Deine Zeilen und Erfahrungen motivieren immens. Sie klingt so unbeschwert, Deine innere Entscheidung, es nun "richtig" zu machen und Dich nicht kleinkriegen lassen. Ich find's wunderbar, mit Dir im Team sein zu dürfen und an Deinen Erfahrungen teilnehmen zu können. Weiter so in Deinem Tempo!