Tourtour Challenge 2014 – 2 Ladies - 1 Ziel!

Im Januar 2014 hat mich Nicole angefragt mit ihr an der diesjährigen Tortour Challenge – einem nonstop Radrennen mit 560km und mehr als 8000 Höhenmeter quer durch die Schweiz – in einem Frauencouple teilzunehmen. Ich musste natürlich nicht lange überlegen und war sofort Feuer und Flamme!

Total motiviert sind wir beide im Frühling in die Rennvelosaison gestartet und haben gemeinsam schon einige Kilometer abgespult. Für die freien Tage über Auffahrt haben wir uns vorgenommen an zwei Tagen 6 Etappen abzufahren.

 

Am Auffahrtsdonnerstag trafen wir uns kurz vor 7 Uhr in Bern am Bahnhof. Ausgerüstet mit X-BIONIC-Bekleidung, unseren BMC-granfondo-Rennvelo und natürlich mit Kaffee und Brötli gings auf den Zug Richtung Luzern und von dort weiter bis nach Sachseln. In Sachseln angekommen erwartete uns zum Glück recht mildes und vor allem trockenes Wetter. Mit Karte und GPS ging es los auf die erste Etappe von 50 km bis nach Sempach. Wir harmonierten gut und wechselten uns bei der Führung ab. Zweimal hat uns das GPS kurz im Stich gelassen und uns falsch geleitet, doch dank der „altmodischen“ Art mit Karte fanden wir schnell den Weg zurück auf die Originalstrecke.

 

Da in Sempach an diesem Feiertag leider alle Kaffees geschlossen waren, verpflegten wir uns mit unseren Sponser Riegeln und weiter gings auf die zweite Etappe von 90 km. Zuerst kam ein „kleiner“ Berg (Vogelsang) bevor es durch wunderschöne Landschaften, Wälder, Wiesen und herzige Dörfer ging. Kurz vor der nächsten Wechselzone Glattfelden kam noch der «Siglisdorfer-Hoger», ein kurzer aber heftiger Gegenanstieg. In Glattfelden genehmigten wir uns eine kurze Pause auf der sonnigen Gartenterrasse vom Hotel riverside mit Sandwich und Cola.

 

Frisch gestärkt ging es auf die letzte Etappe von 44 km bis nach Schaffhausen. Friedrich (mein Bruder) hat mich noch davor gewarnt, dass wir uns bei der Einfahrt in Schaffhausen noch nicht am Ziel wähnen sollen, denn es folgte noch eine wirklich unnötige Schlaufe über Deutsches Gebiet und einen letzten kurzen „Hoger“ bis wir endlich bei der BBC Arena eintrafen. Nach rund 185km und einigen Höhenmetern kamen wir müde, aber glücklich im Tortour Ziel an. Zum Glück hatte es gleich nebenan ein schönes Hotel ,wo wir als sogenannte Walk-Ins (Nicole als Hotelfachfrau wusste wie zu märten) ein Doppelzimmer zu einem Spezialpreis bekamen! :-)

 

Ein feines Abendessen mit Pizza und Lasagne und dazu einem feinen Glas Wein rundete den tollen Tag ab.

Am Freitag ging es um 9 Uhr nach einem reichhaltigen Morgenessen weiter. Die Wolken waren bereits dunkel und die Temperatur einiges frischer als noch am Vortag. Eigentlich wollten wir die Tour am Startpunkt bei der IWC Arena starten, doch weil wir zweimal falsch geleitet wurden verliessen mich die Nerven und wir starteten unten am Rhein auf die 50km Etappe welche wir an der Tortour gemeinsam fahren werden. Doch schon bald mussten wir einen Umweg fahren, weil die Tortour Strecke über Schnellstrassen führt welche für Velofahrer tabu sind. Nach kurzer Rücksprache mit meinem Bruder, der uns bestätigte dass das wirklich die Tortour Strecke ist und das Fahren am Rennen erlaubt ist, fuhren wir weiter. Kurz vor Kreuzlingen kamen wir noch in ein riesen Verkehrschaos. Zum Glück sind wir an der Tortour auf dieser Strecke um 2 Uhr morgens, also mitten in der Nacht und wohl ohne grossen Verkehr unterwegs. Zudem stoppten uns die ersten Regentropfen – es wurde nass und kalt.

 

Die zweite Etappe war nochmals 64km. Weil es bereits geregnet hatte und die Strasse nass war, waren auch wir schon bald von oben bis unten durchnässt und hatten dementsprechend auch ziemlich kalt. Weiter war auch der zweite Abschnitt sehr langweilig, die ganze Zeit auf der Schnellstrasse mit viel Verkehr und man musste die ganze Zeit aufpassen, dass wir nicht von einem Auto abgeschossen wurden. Kurz vor der nächsten Wechselzone suchten wir ein gemütliches Kaffee auf, stärkten uns mit einem warmen Getränk und Käsekuchen und besprachen das weitere Vorgehen. Zum Glück war auch Nicole die Motivation vergangen – wir waren beide am schlotterten und ein Weiterfahren bis Chur hätte keinen Sinn mehr gemacht. Wir entschieden uns die Tour kurz vor Oberriet abzubrechen und trockene Kleider anzuziehen. Wir kommen dann bestimmt zurück wenn das Wetter wieder besser ist.

 

Schon eine halbe Stunde später waren wir im Zug zurück nach Bern. Auf der Reise hatten wir dann genügend Zeit uns über das Projekt und die Finanzierung zu unterhalten. Da wir noch mit einigen Auslagen zu rechnen haben sind wir auf die Unterstützung von Gönnern angewiesen. Wenn du uns bei unserem grossen Projekt mit einem „Batzen“ unterstützen möchtest, freuen wir uns sehr. Hier erfährst du mehr über unser Projekt und wie und mit was du uns dabei unterstützen kannst!

 

Wir freuen uns und geben alles, damit wir im August gemeinsam innerhalb der 24 Stunden das Ziel in Schaffhausen glücklich und gesund erreichen werden!

Nicole & Cristina

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Kathrin (Freitag, 06 Juni 2014 19:44)

    Oh ihr zwei Ladies, wie könnt ihr es wagen...!!! Super, ich bewundere, wie ihr eure Grenzen ausloten wollt und werdet. Dass ihr gut harmoniert, glaube ich auf Anhieb. Ich habe sogleich das Bild des zweiten(?) Gigathlon-Tages vor mir, als ihr miteinander die Laufstrecke unter die Füsse genommen habt. Und letztere steckten in absolut genialen Kompressionssocken. Genau: x-bionic lässt grüssen:-)
    Alles, alles Gute, G'freute und Gesunde ihr zwei Team-Schätze!

  • #2

    Brigitte (Freitag, 06 Juni 2014 21:08)

    Hej ihr zwei, Mega cool. Also ich hätte euch in Sempach schon ein Käfeli gemacht! Ich wohne direkt am Veloweg!! Grüssli vo de Brigitte

  • #3

    Cöneler (Dienstag, 10 Juni 2014 11:26)

    DIR SIT MINI HELDE!!!!