Ironman South-Africa 2014

Die Reise meines Mannes und mir begann um 22:30h mit einem Nachtflug der Edelweiss Air in Richtung Cape Town. Der Flug verlief sehr ruhig und wir konnten einigermassen erholt etwas nach 10 Uhr in Cape Town unser Gepäck entgegennehmen. Drei Stunden später flogen wir dann mit einer Turboprob Maschine nach Port Elizabeth. Dieser Flug zeigte uns wie landschaftlich schön Südafrika ist. In Port Elizabeth wohnten wir für 12 Tage in einem Bed and Breakfast Guesthouse.

Die Gastgeber waren sehr nett und jeden Morgen freuten wir uns auf die feine Omelette. In der Wettkampfwoche fuhren wir noch ein wenig Rad, liefen kurz und schwammen zweimal beim Hobie Beach im Meer. Die Wassertemperatur war erstaunlich warm, ca. 19 Grad. Während dem Schwimmen blieb mir aber immer wieder der gleiche Gedanke „kommt ein Hai, beisst er mich?“ Diese Frage, da das Wasser unheimlich trüb war. Am Donnerstag holten wir dann unsere sämtlichen Rennunterlagen ab und shoppten noch etwas an der Expo des Ironman’s. Beim Briefing am Freitagabend erfuhren wir noch, dass der Kronprinz von Bahrain und sein Bruder ebenfalls beim Ironman an den Start geht. Am Samstag dann das ganze „Check in Prozedere“ mit dem Rad und noch ein kurzer Schwatz mit der X-Bionic Botschafterin Natascha Badmann.

 

Renntag:

Der Wecker holte uns um 04:00h aus dem Schlaf. Die Guesthouse Betreiberin hat uns noch am Vorabend ein Frühstück ins Zimmer gebracht. Nun konnten wir um 04:00h noch Brotscheiben toasten. Dann nach 05:00h Abmarsch zur Wechselzone. Es war schon ziemlich viel Betrieb. Kurz noch den Reifendruck überprüfen und dann Richtung Schwimmstart um bei den Pro’s, welche um 06:30h starteten, zuzuschauen. Dann pünktlich um 07:00h gings dann auch für mich los. Wie immer, musste ich mich auf den ersten 500m gegen Faustschläge wehren. Das war wieder ein „Gehacke“ im Wasser, jeder Athlet wollte mit dem kürzesten Weg um die 1. Boje. Ich fühlte mich im Wasser gut und konnte nach 1:11h in Richtung Wechselzone laufen. Jetzt nun auf die sehr hügelige 2 x 90km Radrunden. Die Runde führte uns ins wunderschöne und sehr grüne Innenland, einfach ein Traum. Ebenfalls führte uns die Runde entlang dem Meer zurück in die Wechselzone. Alle hatten mit dem starken Gegenwind zu kämpfen. Dieser Wind wollte einfach nicht nachlassen. Immer wieder schaute ich mich nach meinem Mann um. Dann als ich in die Wechselzone einbog sah ich meinen Mann bei den Zuschauern. Ich wollte wissen, was geschah. Er erzählte mir, dass er beim Rad am Ende der 1. Runde von einem anderen Athleten zu Boden gefahren wurde. Dieser machte eine seitliche Fahrbewegung ohne nach Hinten zuschauen. Mein Mann musste seinen Ellbogen beim Arzt nähen lassen und bekam ein Verbot um weiterzumachen. Ich wollte ebenfalls das Rennen beenden. Ich hatte die „Schnauze“ voll vom Gegenwind und wollte zu meinem Mann schauen. Er aber gab mir zu spüren, dass ich den Ironman finishen soll. Mmmmh, mit einem Mürren ging ich dann auf die 3 Laufrunden. Immer wieder marschierte ich bei den Verpflegungsstände. Ich hatte einfach keine Lust mehr zu laufen. Mit meinen Märschen hatte ich immer wieder die Gelegenheit mit den anderen Athleten zu quatschen. Dann nach 13:20h finishte ich meinen dritten „Ironman“. Schlussendlich muss ich sagen, ich war ja gar nicht so schlecht. In meiner Altersklasse standen 72 Frauen am Start. 13 Athletinnen haben das Rennen abgebrochen und ich finishte als 16. meiner Alterskategorie.

Nach dem Rennen hatten mein Mann und ich noch einige Tage zur Verfügung um das traumhaftschöne Land kennenzulernen.

 

Ein grosser Dank geht an X-Bionic (Radbekleidung) an Mizuno (Laufschuh Mizuno Wave Rider 17)und an die Marke „Sponser“ welches mich in Sachen Rennernährung gut über die Runden brachte.

Ich komme wieder nach Südafrika, das ist gar keine Frage!

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Kathrin (Freitag, 18 April 2014 00:09)

    Liebe Petra
    Du bist die personifizierte "Ruhe" und "Gelassenheit". Bewundernswert: Stop, um Deinem Mann Dein "Dasein" zu signalisieren, danach flexibel genug, um Deinen dritten IM trotz Gegenwind bravourös zu finishen! Hast nicht Du einmal gemeint, ein IM sei eine Lebenshaltung und nicht einzig ein Zusammenzug von drei Distanzen und drei Sportarten. Super, 3xIM à 3xSportart! Ganz gute Erholung wünsche ich Dir und Deinem Mann und dass seine Wunde vom Feinsten heilt.

  • #2

    Petra (Mittwoch, 23 April 2014 08:48)

    Danke dir kathrin für deinen schönen kommentar :-)